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Sicherungseinsatz

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Erläuterungen / Normen
Erläuterungen, Anwendungshinweise

Der Entwicklungsingenieur eines elektrischen Betriebsmittels ist verantwortlich für dessen Sicherheit und Funktion gegenüber Menschen, Tieren und Sachwerten. Insbesondere ist es seine Aufgabe dafür zu sorgen, dass die anerkannten Regeln der Technik sowie die entsprechenden gültigen nationalen und internationalen Normen und Vorschriften eingehalten werden.

 

Die folgenden Informationen über Sicherungseinsätze und deren Anwendung sind bei der Auswahl eines Sicherungseinsatzes gebührend zu berücksichtigen.

 

Im Hinblick auf die Produktesicherheit eines elektrischen Betriebsmittels kommt der Auswahl des richtigen Sicherungseinsatzes eine grosse Bedeutung zu.

 

1. Sicherung

Eine Sicherung ist eine selbsttätig wirkende Vorrichtung, die durch Schmelzen eines besonders zu diesem Zweck vorgesehenen und bemessenen Teiles den Stromkreis unterbricht, wenn der Strom einen bestimmten Wert während einer bestimmten Dauer überschreitet.

 

Definition nach IEC 60127:

Die Sicherung umfasst alle Teile, die zur vollständigen Schaltvorrichtung gehören, d.h. Sicherungshalter und Sicherungseinsatz.

 

Definition nach UL 248-1:

Eine nordamerikanische Sicherung entspricht einem IEC-Sicherungseinsatz. Eine IEC-Sicherung ist ein nordamerikanischer Sicherungseinsatz mit einem Sicherungshalter.

 

2. Sicherungseinsatz (IEC 60127)

Der Teil der Sicherung, der nach dem Ansprechen der Sicherung durch einen neuen ersetzt werden muss und der den Schmelzleiter enthält. Sicherungseinsätze nach IEC 60127, UL 248-14 sind zum Schutz von elektrischen Geräten, elektronischen Ausrüstungen und Teilen derselben bestimmt, üblicherweise für den Gebrauch in Innenräumen. Diese Sicherungseinsätze sind nicht zugelassen für Geräte, die unter besonderen Bedingungen, wie z.B. in korrosiver oder explosiver Atmosphäre verwendet werden.

 

3. Geräte (G-)Sicherungseinsatz (IEC 60127)

Ein geschlossener Sicherungseinsatz mit einem Ausschaltvermögen nicht grösser als 2 kA, bei dem mindestens ein Hauptmass 10 mm nicht überschreitet.

 

4. Kleinst-Sicherungseinsatz (IEC 60127)

Ein Geräte-Sicherungseinsatz, bei dem die Hauptmasse des Gehäuses 10 mm nicht überschreiten. Kleinst-Sicherungseinsätze sind insbesonders für Leiterplatten geeignet. Sie sind lieferbar für die Durchstecktechnik und für die Oberflächen-Montagetechnik (SMT).

  

5. Normen für Sicherungseinsätze

IEC 60127

Gerätesicherungen

IEC 60127-1

Teil 1:

Definition für Gerätesicherungen und generelle Anforderungen an Gerätesicherungen

IEC 60127-2

Teil 2:

Glas- und Keramiksicherungen

IEC 60127-3

Teil 3:

Kleinstsicherungen

IEC 60127-4

Teil 4:

«Universal modular» Sicherungen

IEC 60127-5

Teil 5:

Richtlinien für Qualitätsbeurteilung von Gerätesicherungen

IEC 60127-7

Teil 7:

G-Sicherungseinsätze für besondere Anwendungen

NF C 93–435

Gerätesicherungen für erhöhte Anforderungen

UL 248-1

Niederspannungssicherung:
allgemeine Anforderungen

UL 248-14

Niederspannungssicherung:
Zusatz für Sicherungen

CSA/C22.2 No. 248.1

Niederspannungssicherung:
allgemeine Anforderungen

CSA/C22.2 No. 248.14

Niederspannungssicherung:
Zusatz für Sicherungen

Elektrische Nenndaten

6. Nennspannung (auch Bemessungsspannung) Unn

Die Spannung, bis zu der der Sicherungseinsatz einen Überstrom einwandfrei unterbricht.

 

Die Nennspannung des Sicherungseinsatzes muss gleich oder grösser als die Betriebsspannung des zu schützenden Gerätes sein.

 

Der Einsatz bei Betriebsspannungen unterhalb der Nennspannung des Sicherungseinsatzes ist zulässig, sofern die Hinweise bei Pos. 8 / Spannungsfall berücksichtigt werden.

 

Die Sicherungseinsätze sind grundsätzlich für die Verwendung bei Wechsel- und Gleichspannung geeignet. Das Ausschaltvermögen bei Gleichspannung ist jedoch wesentlich kleiner als dasjenige bei Wechselspannung. Das Verhalten des Sicherungseinsatzes bei Gleichspannung wird überwiegend von der Grösse der Zeitkonstante T = L/R des zu unterbrechenden Stromkreises bestimmt.

 

7. Nennstrom In (auch Bemessungsstrom)n

Der Nennstrom des Sicherungseinsatzes entspricht dem Betriebsstrom des zu schützenden Gerätes. Es existieren grundsätzlich zwei verschiedene Nennstrom-Definitionen:

 

a) Bei Sicherungseinsätzen nach IEC 60127 und EN 60127 entspricht der Nennstrom demjenigen Strom, mit dem der Sicherungseinsatz unter normierten Bedingungen dauernd belastet werden kann, ohne dass der Sicherungseinsatz unterbricht.

 

b) Bei Sicherungseinsätzen nach UL 248-14 hingegen entspricht der Nennstrom demjenigen Strom, der nach einigen Stunden bereits den Sicherungseinsatz unterbricht. Der Strom, der wie bei IEC dauernd fliessen darf, ohne dass der Sicherungseinsatz unterbricht, beträgt etwa 0,7 · In.n

 

Einfluss von Umgebungstemperaturen > 23 °C auf den Nennstrom siehe Pos 14.

 

Zusammenhang zwischen den Nennströmen von Sicherungseinsätzen nach IEC und UL:

8. Spannungsfall

Der Spannungsfall über dem Sicherungseinsatz wird gemessen bei einer Umgebungstemperatur von 23 °C, nachdem der Sicherungseinsatz mit seinem Nennstrom bis zur Erreichung der Beharrungstemperatur belastet worden ist.

Es ist darauf zu achten, dass es problematisch werden kann, wenn Sicherungseinsätze bei Betriebs-Spannungen verwendet werden, die wesentlich kleiner sind als ihre Nennspannung. Aufgrund der Tatsache, dass der Spannungsfall an einem Schmelzleiter vor Erreichen seines Schmelzpunktes beträchtlich ansteigt, muss darauf geachtet werden, dass genügend Spannung zur Verfügung steht, damit im Fehlerfall der Sicherungseinsatz den Strom einwandfrei unterbrechen kann. Darüber hinaus können Sicherungseinsätze der gleichen Charakteristik und mit den gleichen Nennwerten, die in der Ausführung oder im Schmelzleiterwerkstoff voneinander abweichen, einen unterschiedlichen Spannungsfall aufweisen. Sie sind in der Praxis nicht gegeneinander austauschbar, wenn sie in Schaltungen mit kleinen Spannungen verwendet werden. Dies gilt insbesondere für Sicherungseinsätze mit kleineren Nennströmen.

 

9. Kleiner Prüfstrom Infnf

Überstrom, den ein Sicherungseinsatz während einer festgelegten Zeit (typisch 1 Stunde) führen kann ohne zu unterbrechen.

 

10. Zeit-Strom-Charakteristik (bei Tu 23°C)

Die Zeit-Strom-Charakteristik gibt die Abhängigkeit der Schmelzzeit als Funktion des Fehlerstromes an.

 

Die Schmelzzeit ist die Dauer zwischen dem Augenblick, in dem ein Strom, der ausreicht, ein Unterbrechen des Schmelzleiters zu bewirken, zu fliessen beginnt und dem Augenblick, in dem der Lichtbogen einsetzt.

 

Die Lichtbogenzeit, die Zeit zwischen dem Zünden bis zum Erlöschen des Lichtbogens, wird in der Zeit-Strom-Charakteristik nicht berücksichtigt.

 

Die Ausschaltzeit entspricht der Summe von Schmelz- und Lichtbogenzeit.

 

Die Zeit-Strom-Kennlinien sind meistens in Form von Hüllkurven für den gesamten angegebenen Nennstromstufenbereich dargestellt.

 

Übliche Zeit-Strom-Charakteristika und deren Abkürzungen:

 

FF für superflink

F für flink

M für mittelträge

T für träge

TT für superträge

 

UL Sicherungseinsätze werden üblicherweise unterteilt in:

 

• Non Time Delay Sicherungseinsätze, auch bekannt als Normal Blow oder Flink.

• Time Delay Sicherungseinsätze, auch bekannt als Slow Blow oder Surge proof.

 

Anwendungs-Hinweise für die verschiedenen Charakteristika:

 

FF: superflinke Sicherungseinsätze

 Zum Schutz von Halbleitern (Thyristoren, Triacs, Dioden).

 Strombegrenzung schon bei kleinen Kurzschluss-Strömen.

F: flinke Sicherungseinsätze

 Zum Schutz von Halbleitern und Geräten, bei denen beim Einschalten oder im Betrieb keine Stromstösse auftreten, aber hohe Über- oder Kurzschluss-Ströme in kürzester Zeit unterbrochen werden sollen.

M: mittelträge Sicherungseinsätze

 Zum Schutze von Geräten vor mässigen Einschalt- und Überstromspitzen während kurzer Zeit. Niedriger Spannungsfall.

T: träge Sicherungseinsätze

 Zum Schutz von Geräten vor hohen, nur langsam abklingenden Einschalt- und Überstromspitzen, z. B. Transformatoren und Motoren.

TT: superträge Sicherungseinsätze

 Zum Schutz von Geräten vor hohen, längerdauernden Einschaltund Überstromspitzen.

 

11. Ausschaltvermögen eines Sicherungseinsatzes

Der Wert (Effektivwert für Wechselstrom) des unbeeinflussten Stromes, den ein Sicherungseinsatz bei einer festgelegten Spannung unter festgelegten Bedingungen ausschalten kann.

 

Der max. Kurzschluss-Strom, der unter Fehlerbedingungen in einem Geräte-Stromkreis auftreten kann, darf das Ausschaltvermögen des Sicherungseinsatzes nicht überschreiten. Bei Nichteinhaltung dieser Bedingung besteht Explosions- und Brandgefahr.

 

IEC 60127 unterscheidet bei G-Sicherungseinsätzen folgende zwei Kategorien. (Für Kleinst-Sicherungseinsätze wurden andere Schaltvermögen definiert.)

 

Sicherungseinsätze mit kleinem Schaltvermögen, Symbol L:

Der Schmelzleiter dieser Sicherungseinsätze ist normalerweise sichtbar. Das Isolierrohr besteht aus transparentem Material, z. B. Glas. Der Sicherungseinsatz enthält kein lichtbogenlöschendes Medium.

 

Das Schaltvermögen beträgt:

250 V AC/35 A oder 10 · In/cos φ 1, je nachdem welcher Wert grösser ist.

 

Sicherungseinsätze mit hohem Schaltvermögen, Symbol H:

Der Schmelzleiter dieser Sicherungseinsätze ist normalerweise nicht sichtbar. Das Isolierrohr besteht meistens aus Keramik oder Glas. Der Sicherungseinsatz enthält in der Regel ein lichtbogenlöschendes Medium.

 

Das Schaltvermögen beträgt:

250 V AC/1500 A/cos 0.7 bis 0.8

UL’s und CSA’s Anforderungen betreffend Schaltvermögen (Interrupting Rating IR) sind im Vergleich mit IEC verschieden.

Schaltvermögen bei 125 V AC = 10000 A } cos φ 0,7-0,8

  250 V AC = 35 bis 1500 A

  je nach Nennstrom des Sicherungseinsatzes.

 

12. Verlustleistungen

12.1. Max. Verlustleistung

a) Sicherungseinsätze nach IEC 60127:

 

Die Prüfung erfolgt nach einem standardisierten Prüfverfahren (offener Sicherungshalter, Raumtemperatur).

 

Es wird die Verlustleistung ermittelt, die durch den kleinen Prüfstrom Inf nach einer Stunde erzeugt wird.

 

Die Überströme Inf sind je nach Sicherungseinsatz-Typ verschieden.

 

Im SCHURTER Katalog finden Sie in der Regel zwei Verlustleistungswerte:

 

• die max. zulässige Verlustleistung nach Norm, z.B. IEC 60127

• die typische Verlustleistung der SCHURTER Sicherungseinsätze.

 Diese Werte sind meistens niedriger als die normierten.

 

b) Sicherungseinsätze nach UL 248-14:

 

UL ermittelt nicht wie IEC die Verlustleistung, sondern die in der ULNorm festgelegte maximal zulässige Temperaturerhöhung von 75 °C bei 1 · In an den äusseren Oberflächen des Sicherungseinsatzes.

 

12.2. Nenn-Verlustleistung

Die Verlustleistung, die bei Nennstrom erzeugt wird (während einer langen Zeit). Für die Auswahl des richtigen G-Sicherungshalters in bezug auf seine Leistungsaufnahme wird diese Nenn-Verlustleistung berücksichtigt.

 

Impulsfestigkeit / Temperaturverhalten

13. I2t-Wert (Joule-Integral)2

Das Integral des Stromes im Quadrat über eine gegebene Zeitspanne. Der I2t-Wert ist ein Mass für die Energie, welche im Fehlerfall notwendig ist den Sicherungseinsatz zu unterbrechen, d.h. für das Aufheizen und Schmelzen des Schmelzelementes und das Unterbrechen des Stromes in der Lichtbogenperiode. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen I2t-Werten:

 

• der Schmelz-I2t-Wert2

 ist das I2t-Integral über der Schmelzdauer des Sicherungseinsatzes. Er entspricht der Energie für das Aufheizen und Schmelzen des Schmelzelementes. Bei hohen Strömen mit Schmelzzeiten <10 ms ist der Schmelz-I2t-Wert eine Konstante (adiabatischer Zustand). Häufig wird der Schmelz-I2t-Wert beim 10fachen Nennstrom festgelegt, basierend auf der Zeit-Strom-Charakteristik. Der Schmelz-I2t-Wert ist ein kennzeichnender Wert eines Sicherungseinsatzes und informiert über dessen Impulsfestigkeit.2222

 

• der Lichtbogen-I2t-Wert2

 ist das I2t-Integral über der Lichtbogendauer des Sicherungseinsatzes. Er entspricht der Lichtbogenenergie. Der Lichtbogen-I2t-Wert hängt von den Parametern des Stromkreises (z. B. Betriebsspannung, cos φ, elektr. Einschaltwinkel usw.) ab.2

 

• der Ausschalt-I2t-Wert (Total I2t-Wert)2

 ist das I2t-Integral über der Ausschaltdauer des Sicherungseinsatzes (Summe von Schmelz- und Lichtbogen-I2t-Wert). Er ist ein wichtiger Parameter für die Anwendung von Sicherungseinsätzen. Er kennzeichnet die Energie, der ein zu schützendes Objekt im Fehlerfall ausgesetzt wird.22

 

Anwendungs-Hinweise:

Für die Wahl des richtigen Sicherungseinsatzes muss der zulässige I2t-Wert des zu schützenden Bauteiles oder -gruppe bekannt sein.

 

Auswahlkriterien:

Der zu schützende Stromkreis enthält

• Bauelemente, die Einschaltstromstösse verursachen können, z. B. Transformatoren. In diesem Fall soll ein Sicherungseinsatz gewählt werden, dessen Schmelz-I2t-Wert grösser ist als derjenige des Einschaltstromstosses.2

 

• Bauelemente, die empfindlich sind auf Stromstösse, z.B. Halbleiter. In diesem Fall soll ein Sicherungseinsatz gewählt werden, dessen Ausschalt-I2t-Wert kleiner ist als derjenige des zu schützenden Bauelementes.2

 

Verschiebung des Betriebsstromes als Funktion der Umgebungstemperatur

14. Umgebungstemperaturen

Die standardisierten Prüfungen für Sicherungseinsätze (IEC und UL) werden durchgeführt bei 23 °C resp. 25 °C. In der Praxis werden die Umgebungstemperaturen jedoch wesentlich höher sein, insbesondere da, wo der Sicherungseinsatz in einem geschlossenen Sicherungshalter eingesetzt ist oder in der Nähe von anderen, Wärme produzierenden Bauteilen. Bei solchen Anwendungsfällen ist daher die Verschiebung des Betriebsstromes gemäss dem genannten Diagramm zu berücksichtigen.

 

15. Kennzeichnung der Sicherungseinsätze

Kennzeichnung gemäss IEC


Zusätzliche Kennzeichnung: Das entsprechende Prüfzeichen

 

1) Kennbuchstabe der entsprechenden Strom-Zeit-Charakteristik

2) Nennstrom in mA oder A

3) Kennbuchstabe des Schaltvermögens

4) Nennspannung in V

5) Schurter Logo

 

16. Austausch von IEC- durch UL Sicherungseinsätze und umgekehrt

Sicherungseinsätze nach IEC und UL weisen unterschiedliche Eigenschaften auf und sind grundsätzlich nicht austauschbar. Bei sorgfältiger Überprüfung der technischen Daten ist ein Austausch jedoch möglich, sofern die folgenden, wichtigsten Anforderungen erfüllt werden.

 

• Die Nennströme müssen angepasst werden (siehe Pos. 7).

• Das Schaltvermögen muss übereinstimmen.

• Die Zeit-Strom-Charakteristik und der Spannungsfall sollen ungefähr übereinstimmen.

 

17. Auswechseln von Sicherungseinsätzen unter Last

Ein Sicherungshalter mit einem eingesetzten Sicherungseinsatz darf nicht als Schalter zum Ein- und Ausschalten eines Stromkreises verwendet werden.

 

Beim Öffnen bzw. Schliessen eines Stromkreises treten, je nach Dimensionierung des Stromkreises, Strom- und Spannungserhöhungen auf. Diese Strom- bzw. Spannungsspitzen erzeugen an der unterbrechenden oder schliessenden Kontaktstelle einen Lichtbogen, der undefinierte Übergangswiderstände an der Kontaktstelle verursacht.

 

Um bleibende Schäden am Sicherungshalter zu vermeiden, soll ein Sicherungseinsatz nur in einem bereits unterbrochenen Stromkreis gewechselt werden.

Qualität / Zuverlässigkeit / Auswahl

18. Qualitätsanforderungen

SCHURTER Sicherungseinsätze erfüllen die Anforderungen nach IEC 60127-5 und EN 60127-5.

Detail-Angaben sind auf Anfrage erhältlich.

 

19. Zuverlässigkeit von Sicherungseinsätzen (MIL-HDBK-217F)

Zuverlässigkeitsberechnungen von Sicherungen durchzuführen sind sehr schwierig. Im Vergleich zu vielen anderen Komponenten gibt es sehr wenig Übereinstimmung zwischen der Zahl der ausgewechselten Sicherungen und der Zahl der tatsächlich ausgefallenen Sicherungen. Im allgemeinen kann man sagen, dass wenn eine Sicherung auslöst, ist es ein anderer Umstand der zu dieser Überlastbedingung geführt hat und die Sicherung funktioniert so wie vorgesehen.

 

Leitfaden zur Sicherungseinsatz-Auswahl

1. Die Betriebsspannung UB des zu schützenden Gerätes bestimmt die Nennspannung UN des Sicherungseinsatzes (siehe Pos. 6) UN ≥ UB. Bei UB<< UN sind besonders die Bemerkungen zum Spannungsfall (siehe Pos. 8) zu beachten.BNNBBN

 

2. Der max. Betriebsstrom des zu schützenden Gerätes bestimmt den Nennstrom des Sicherungseinsatzes. Die unterschiedlichen Nennstrom-Definitionen nach IEC bzw. UL sowie der Einfluss höherer Umgebungstemperaturen sind hierbei zu beachten (Pos. 6 und 14).

 

3. Die möglichen Fehlerströme sowie deren zulässige Ausschaltzeiten im Stromkreis des zu schützenden Gerätes bestimmen die Zeit-Strom-Charakteristik des Sicherungseinsatzes (siehe Pos. 10)

 

4. Das notwendige Ausschaltvermögen des Sicherungseinsatzes richtet sich nach dem max. Kurzschlussstrom, der unter Fehlerbedingungen im Stromkreis des zu schützenden Gerätes auftreten kann. Er muss kleiner sein als der max. Strom, den der Sicherungseinsatz sicher unterbrechen kann (siehe Pos. 11).

 

5. Die Nenn-Verlustleistung des Sicherungseinsatzes ist insbesondere für die Auswahl des passenden Sicherungshalters von Wichtigkeit (siehe Pos. 12.2).

 

6. Treten im Stromkreis des zu schützenden Gerätes Stromimpulse auf, die den Sicherungseinsatz nicht unterbrechen dürfen oder darf die Durchlassenergie des Sicherungseinsatzes nur einen bestimmten Wert erreichen (z. B. Schutz von Halbleitern), so sind die I2t-Werte gebührend zu berücksichtigen (siehe Pos. 13).2

 

7. Die notwendigen Approbationen werden im wesentlichen von nationalen und internationalen Gerätevorschriften bestimmt. Sicherungseinsätze von SCHURTER entsprechen internationalen Vorschriften und sind von verschiedenen Prüfstellen approbiert (siehe Datenblätter der einzelnen Sicherungseinsätze).

 

8. Auch bei Beachtung aller relevanten Auswahlkriterien ist es generell erforderlich, die ausgewählten Sicherungseinsätze/Sicherungshalter im zu schützenden Gerät unter Normal- und Fehlerbedingungen zu überprüfen.

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